27. Oktober 2007 von
otto künzli
Eigenschaften, die ich schätze:
Internationalität (ca. 65 – 70 % aus dem Ausland), Heterogenität, Diversität, Balance zwischen Individualismus und Kooperation (Gruppensinn), Toleranz, Offenheit.
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18. Oktober 2007 von
otto künzli
Es gibt weltweit nur sehr wenige postgraduierte Studiengänge mit Schwerpunkt Schmuck.
Eigentlich kenne ich keinen zweiten wie diesen an der Akademie der Bildenden Künste in München!
Wir sind nicht nur unter einem Dach mit Malerei, Bildhauerei, Architektur, Keramik/Glas etc. Wir haben auch das Klassenprinzip, das heißt: die Studenten machen nicht Scheine und sammeln Punkte, sondern sie studieren das ganze Studium vorwiegend mit einer einzigen Professorin, einem einzigen Professor.
Kein BA, kein MA, im Gegenteil: Es kommen sogar Bewerber, die bereits einen Master of Arts haben.
Deshalb vermitteln wir keine handwerkliche Grundausbildung, diese muss vorhanden sein.
Die meisten Fachhochschulen bieten eine Mischform an: handwerkliche, technische Ausbildung verbunden mit gleichzeitigem gestalterischem Grundkurs. Ich kenne das von der Kunstgewerbeschule in Zürich, im Ergebnis kommt dann beides zu kurz.
Da bauen wir auf. Volle Konzentration auf das Künstlerische, auf die Entwicklung und Vertiefung eines individuellen Werkes.
Es gibt keine Aufgabenstellung. Die Studierenden müssen ihre eigenen Themen finden.
Fünf Jahre Regelstudienzeit! Bei besonderer Begabung ein weiteres Jahr auf Antrag, um angefangenen Projekte zu beenden.
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11. September 2007 von
otto künzli
Schmuck ist genug; kann genug sein, um sich ein ganzes Leben damit künstlerisch auseinanderzusetzen.
Damit sehen wir uns immer mehr im Gegensatz zu vielen Schmuck und Metallklassen an Fachhochschulen und Akademien weltweit, die „mehr“ als Schmuck wollen, und dabei den Schmuck verlieren oder schon verloren haben; manche wollen das Wort „angewandt“ nicht mehr hören …Wir sind stolz, angewandte Künstler zu sein, in dem Sinne, daß wir in der spezifischen Verbindung von Objekt und Mensch, wie sie dem Schmuck auf einmalige Art eigen ist, unsere Stärke sehen.
Auch wenn Schmuck im Zentrum der „Forschung“ dieser Klasse steht, so ist Gerät, insbesondere Gefäß, immer wieder ein Thema. Sich (auch) damit auseinanderzusetzen, ist individuelle Entscheidung des einzelnen Studierenden.
Die Jahresausstellung 1997 hieß „Gefäß“ und zeigte Gefäße; im Herbst desselben Jahres wurde sie unter demselben Titel mit erweitertem Inhalt in der Galerie Wittenbrink in München gezeigt.
Was die Beschäftigung mit Gerät an dieser Klasse von den meisten mir bekannten anderen Schulen unterscheidet, ist, daß wir nicht (mehr) vom Silberschmieden im klassischen Sinn ausgehen. Vielmehr ist der Umgang mit den unterschiedlichsten Materialien und Techniken sehr frei und experimentell.
Einige Namen: Karl Fritsch, Peter Bauhuis, Gisbert Stach, Sally Marsland, Agnes von Rimscha, Karen Stool.
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14. August 2007 von
rainer schmitzberger
nahezu alle lebensbereiche sind mittlerweile durchkommerzialisiert und damit mit einer rein konsumistischen haltung lebbar geworden.
es gibt kein high & low, keine subkultur, keine gültigen gesellschaftlichen codes für das was mal schmuck war. schmuck ist weder durch ausschluss definierbar noch durch eine ausdehnung der begrifflichkeiten greifbar zu machen, aber trotzdem ist nicht alles schmuck - oder doch? ist mein i pod nano schmuck?
ist das was wir als schmuck betrachten nichts anderes als ein atavismus?
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