Definition | Schmuck Gerät
11. September 2007 von
otto künzli
Schmuck ist genug; kann genug sein, um sich ein ganzes Leben damit künstlerisch auseinanderzusetzen.
Damit sehen wir uns immer mehr im Gegensatz zu vielen Schmuck und Metallklassen an Fachhochschulen und Akademien weltweit, die „mehr“ als Schmuck wollen, und dabei den Schmuck verlieren oder schon verloren haben; manche wollen das Wort „angewandt“ nicht mehr hören …Wir sind stolz, angewandte Künstler zu sein, in dem Sinne, daß wir in der spezifischen Verbindung von Objekt und Mensch, wie sie dem Schmuck auf einmalige Art eigen ist, unsere Stärke sehen.
Auch wenn Schmuck im Zentrum der „Forschung“ dieser Klasse steht, so ist Gerät, insbesondere Gefäß, immer wieder ein Thema. Sich (auch) damit auseinanderzusetzen, ist individuelle Entscheidung des einzelnen Studierenden.
Die Jahresausstellung 1997 hieß „Gefäß“ und zeigte Gefäße; im Herbst desselben Jahres wurde sie unter demselben Titel mit erweitertem Inhalt in der Galerie Wittenbrink in München gezeigt.
Was die Beschäftigung mit Gerät an dieser Klasse von den meisten mir bekannten anderen Schulen unterscheidet, ist, daß wir nicht (mehr) vom Silberschmieden im klassischen Sinn ausgehen. Vielmehr ist der Umgang mit den unterschiedlichsten Materialien und Techniken sehr frei und experimentell.
Einige Namen: Karl Fritsch, Peter Bauhuis, Gisbert Stach, Sally Marsland, Agnes von Rimscha, Karen Stool.
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