| Blickpunkt 1926 5. Februar – 11. Mai 2003
Zur Ausstellung: Zurück zu den Anfängen: Die letzte Ausstellung der Neuen Sammlung vor ihrem vollständigen Umzug in die Pinakothek der Moderne erinnert an ihre allererste Ausstellung im Jahre 1926. In denselben Räumlichkeiten war damals ein Querschnitt durch die Sammlungsbestände zu sehen. Junge Münchner Studenten der Kunstgeschichte erarbeiteten als Kooperationsprojekt zwischen Museum und Universität eine Teilrekonstruktion jener Eröffnungsschau, konzentriert auf den Bereich Plakat.
Ihre Hommage an die Anfänge der Neuen Sammlung umfaßt frühe
Meisterwerke der Plakatkunst, die schon in der Eröffnungsausstellung Aufmerksamkeit
erregten. Die Namen - Pioniere des modernen Plakates: Henri Toulouse-Lautrec,
Th. Th. Heine, Franz von Stuck, Ferdinand Hodler, Ludwig Hohlwein, Lucian Bernhard,
Julius Klinger, Albert Weisgerber, Julius Gipkens, Augusto Giacometti…
Herkunftsländer: Frankreich, Deutschland, Schweiz und Dänemark. Der
Zeitrahmen: 1893 bis 1926 – also von Japonismus und Jugendstil bis zur
Neuen Sachlichkeit und den aufbruchslustigen Twenties mit Eröffnung der
Neuen Sammlung.
Ausstellungsort, -räume und -fläche waren damals dieselben wie heute. Der Ort: die ehemalige Dienstvilla des Generaldirektors des Bayerischen Nationalmuseums, in der 1925 Die Neue Sammlung als neu gegründete, zunächst so genannte "Abteilung für Gewerbekunst" provisorisch untergebracht wurde. Die Räume: sechs hoch gewölbte Säle, davon fünf in Enfilade, also in durchgehender Folge auf einer Achse, kunstgerecht von hohen Nordfenstern belichtet – ursprünglich für Festempfänge gedacht. Davor das großzügige Foyer, mit Südloggia geöffnet zur Prinzregentenstraße. Die Fläche: rund 350 qm – für das im Entstehen begriffene Museum schon damals nicht ausreichend. |