auf einen blick design in der pinakothek der moderne

Ausstellung  
deutsch   english zurück    

Des Wahnsinns fette Beute | Schmuck an der Akademie der Bildenden Künste München: Die Klasse Künzli
01.03. – 18.05.2008

Photo: Rainer Viertlböck
Foto: Rainer Viertlböck

Emotional, provokant, konzeptionell, phantasievoll, riskant, tiefsinnig, verrückt, widerborstig, bunt, streng, persönlich, raffiniert, verspielt … des Wahnsinns fette Beute?
Facettenreich und undogmatisch wird Goldschmiedekunst an der Akademie der Bildenden Künste München verstanden. Die „Klasse für Schmuck und Gerät“ und ihre internationale Vernetzung hat ganz entscheidend zum Ruf Münchens als einem der international führenden Zentren für Autorenschmuck beigetragen. Seit 1991 wird sie durch den Schweizer Goldschmied Professor Otto Künzli (geb. 1948 in Zürich) geleitet.

[mehr]

„Wir sind ‚stolz’, angewandte Künstler zu sein, und zwar in dem Sinn, daß wir in der spezifischen Verbindung von Objekt und Mensch, wie sie dem Schmuck auf einmalige Art eigen ist, unsere Stärke sehen.“ So formuliert Otto Künzli eine seiner Maximen.
Die Studierenden seiner Klasse kommen keineswegs nur aus Deutschland, sondern aus allen Gegenden der Welt, aus Korea, Australien, Japan, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, USA … Internationalität, Heterogenität der verschiedenartigen Kulturen und Balance zwischen Individualität und Gemeinschaftssinn kennzeichnen den Geist der Klasse, die weltweit hohes Renommee genießt.
Schmuck an der Münchner Kunstakademie hat auch zu tun mit der großen Tradition der „Klasse für Schmuck und Gerät“ und ihren früheren Professoren Franz Rickert (1904-1991) und Hermann Jünger (1928-2005).
Die Ausstellung der Neuen Sammlung bildet jedoch einen bewußt auf die Gegenwart konzentrierten Auftakt zum 200jährigen Jubiläum der Akademie der Bildenden Künste München.
Gezeigt werden Werke von ehemaligen Absolventen der Künzli-Klasse ebenso wie von jetzigen Studierenden – fast 80 Künstler, rund 400 Arbeiten, von den 1990er Jahren bis heute – die Spannweite der künstlerischen Ansätze ist so groß wie die Zahl der Goldschmiede.
Die Inszenierung wird durch die „Künzli-Klasse“ selbst gestaltet, deren ungewöhnliche alljährliche Akademieausstellungen inzwischen Kultstatus genießen.

Publikation mit über 1.000 Abbildungen. Texte: Maribel Königer, Otto Künzli u.a.; lexikalischer Teil mit Biographien und Bibliographien zu den Absolventen der Klasse von 1935 bis heute. Deutsch/Englisch.

Das Ausstellungstagebuch »preparing an exhibition« wird ständig erweitert; auch die Crew der Autoren wird kontinuierlich ergänzt: ein »work in progress«, wie die Ausstellungsvorbereitungen selbst.

Eine Ausstellung der Neuen Sammlung – Staatliches Museum für angewandte Kunst | Design in der Pinakothek der Moderne – in Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste München; mit Unterstützung der Danner Stiftung.