Mehr als 40 Jahre akzentuierten die Plakate von Pierre
Mendell auf Litfaßsäulen und Anschlagflächen in markanter
Weise das Stadtbild Münchens; seit 1980 waren dies vor allem die
Ausstellungsplakate für Die Neue Sammlung, von 1993 an kamen die
Plakate der Bayerischen Staatsoper dazu.
„ Es ist die geistige Haltung, die gutes Graphic Design auszeichnet: stringent,
in der Form reduziert, stets kraftvoll, nie etwas vortäuschend. So entwickelte
Pierre Mendell eine Handschrift von höchster Eigenständigkeit, die
flexibel auf die jeweiligen Aufgabenstellungen eingeht und dadurch den Themen
in hohem Maße gerecht wird. Daher sind die Plakate von Pierre Mendell so
einfach und überzeugend und über den Tag hinaus von Bestand.“
(Florian Hufnagl, Die Neue Sammlung – The International Design Museum
Munich)
Das mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen gewürdigte Oeuvre des
Graphikdesigners Pierre Mendell (geb. 1929 in Essen) besaß gleichsam
als Brennpunkte zwei international agierende Kulturinstitutionen: Die Neue
Sammlung, für die er von 1980 bis 2003 Jahr für Jahr sowohl Plakate
als auch das gesamte Visuelle Erscheinungsbild gestaltet hat, und die Bayerische
Staatsoper, für die er 1993-2006 in vergleichbar umfassender Weise tätig
war.
Die Zusammenarbeit zwischen der Neuen Sammlung und Pierre Mendell wurde auch
zum Auslöser einer ungewöhnlichen Plakatserie für die Museen
in München – ein einzigartiges Projekt, das neben den Staatlichen
auch die Städtischen Museen und das Deutsche Museum umfaßt. Im Jahr
2003 wurde die Serie der Öffentlichkeit vorgestellt.
siehe
auch:
Pierre Mendell – Plakate für
die Oper
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