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Mit seinen undogmatischen, an den Idealen des Bauhauses orientierten Entwürfen bestimmte Egon Eiermann (1904-1970) wie kaum ein anderer Gestalter das Bild der demokratischen, auf Bescheidenheit bedachten jungen Bundesrepublik. Von ihm stammt der Lange Eugen, das Abgeordnetenhaus, in Bonn; und geradezu Symbolcharakter gewann seine Kaiser-Wilhelm- Gedächtnis-Kirche in Berlin. Die Ausstellung ordnet das vielfältige Schaffen dieses großen Entwerfers in klar strukturierter Konzentration auf besonders beispielhafte Projekte. Skizzen, Planzeichnungen, Fotografien und schriftliche Quellen bieten zusammen mit Modellen, Möbeln, Leuchten, Einrichtungsgegenständen und anderen dreidimensionalen Elementen ein lebendiges Bild sowohl der Großarchitekturen als auch der unzähligen Möbel und Gebrauchsgegenstände.
… Seine
berühmten Schalensessel, … seine mit den haptischen Qualitäten
von Stein, farbig glasiertem Ton oder edlen Hölzern arbeitenden Vasen
und Leuchter, Beistelltische und Paravents. Sie alle sind eine Arche Noah der
Gefühle … dieses
nach Schönheit geradezu gierende "alter ego" Eiermanns tritt nun gleichberechtigt
neben den genialen Rechenschiebermeister … Die erste große Retrospektive zu Leben und Werk des international renommierten
Architekten und Designers Egon Eiermann (1904-1970) wurde anläßlich
seines 100. Geburtstages vom Südwestdeutschen Archiv für Architektur
und Ingenieurbau an der Universität Karlsruhe, wo das Werkarchiv von Egon
Eiermann bewahrt wird, in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie Karlsruhe
und dem Bauhaus-Archiv Berlin ausgerichtet. Die Neue Sammlung – das Staatliche
Museum für angewandte
Kunst in München – gewann diese Partner für eine dritte Station und
kann die Ausstellung daher im Sommer 2005 im Neuen
Museum, Staatliches Museum für Kunst
und Design in Nürnberg zeigen.
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