Die Neue Sammlung, Staatliches Museum für angewandte Kunst

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Neu in der Neuen Sammlung
Die Bauhaus-Leuchte von Wilhelm Wagenfeld und Carl J. Jucker

Design-Ikone und zugleich weltberühmtes Zeichen des frühen "Made in Germany" ist die 1924 entwickelte Tischleuchte von Wilhelm Wagenfeld und Carl J. Jucker. Sie wurde einer Briefmarke für würdig befunden und ist in Re-Editionen weit verbreitet. Eines der äußerst seltenen originalen Exemplare der Bauhaus-Leuchte mit nachweisbarer Provenienz konnte Die Neue Sammlung mit der großzügigen Unterstützung durch die Osram GmbH in München für ihre "permanent collection" erwerben.

Wagenfeld erhielt in der Metallwerkstatt des Weimarer Bauhauses den Auftrag zur Entwicklung neuer Beleuchtungskörper – hoffte man doch, mit zukunftweisender Gestaltung gerade auf diesem Gebiet das Interesse der Industrie zu wecken, die bis dahin allein in technischer Innovation den Garant für hohe Absatzzahlen gesehen hatte.

Stereometrische Formgebung und die technoid wirkende Kombination von Glas mit Metall charakterisiert den transparenten Leuchtkörper, der wie ein moderner Ingenieurbau seine Konstruktion offenlegt und Funktionselemente wie z.B. die Kabelführung durch den gläsernen Schaft sichtbar werden läßt. Mit ihrer bewußten Abkehr von der handwerklichen Tradition und ihrer eigenständigen, auf industrielle Produktion ausgerichteten Ästhetik markiert die Bauhaus-Leuchte den Anfang des deutschen Industriedesigns.

Gleichwohl wurde sie bis 1933 nur in sehr geringer Stückzahl produziert – nachweisbare Originale aus dieser Frühzeit zählen zu den Rarissima. Das Exemplar der Neuen Sammlung stammt aus dem Nachlaß der französischen Fotografin Florence Henri, die die Tischlampe nach ihrem Studium am Bauhaus 1927 erwarb und mit nach Paris in ihr Atelier nahm. Ab Herbst ist sie dank des Engagements der Osram GmbH in der Pinakothek der Moderne zu sehen.

Weitere Informationen:
 
Dr. Corinna Rösner
Die Neue Sammlung, München
Tel +49 (0)89 / 27 27 25-0
E-mail presse@die-neue-sammlung.de
  Tine Nehler, Gina Maria Becker
Pinakothek der Moderne
Tel +49 (0)89 / 238 05-118
E-mail presse@pinakothek.de