|
|
|
|
| Index | Presseinformation + Biografie + Text Florian Hufnagl + Fotos + Website |
Mehr als 40 Jahre akzentuierten die Plakate von Pierre Mendell auf
Litfaßsäulen und Anschlagflächen in markanter Weise
das Stadtbild Münchens; seit 1980 waren dies vor allem die Ausstellungsplakate
für Die Neue Sammlung, von 1993 an kamen die Plakate der Bayerischen
Staatsoper dazu.
|
||||||||||||||||
Kurzbiographie Arbeiten in öffentlichen Sammlungen Preise/Auszeichnungen
1987 zeigte Die Neue Sammlung eine monographische Ausstellung über
Pierre Mendell und das 1961 zusammen mit Klaus Oberer gegründete
Graphic Design Studio Mendell und Oberer. Anläßlich der Opernfestspiele 2006 widmete Die Neue Sammlung
dem Thema der Opernplakate von Pierre Mendell eine Ausstellung im
lichtdurchfluteten Wintergarten der Pinakothek der Moderne. Neben der Ausstellung „L’art pour l’art“,
die im Auftrag des Goethe-Instituts durch internationale Metropolen
tourte, erreichten pointiert konzipierte Ausstellungen zu seinem
Oeuvre eine breite, interessierte Öffentlichkeit in Japan und
Brasilien. Buchpublikationen (Auswahl) Die jüngste Buchpublikation von Pierre Mendell wird Anfang
2009 erscheinen.
|
||||||||||||||||
Bitte bei allen Bildern angeben: © 2008, Die Neue Sammlung
|
cat5 |
| Der Designer als Equilibrist „I love design“. Ein schwarzer Balken; darauf rollt ein gelber Kreis –ein Ball vielleicht. Auf dem balanciert das rote Herz: ein Artist. Und darüber schwebt das blaue Quadrat, schwerelos wie eine Idee. Der Designer als Equilibrist?Ein Plakat für Die Neue Sammlung, das Designmuseum in München, für das Pierre Mendell seit 1980 das Erscheinungsbild gestaltet. Die Grundfarben Gelb, Rot, Blau; die Grundformen Kreis, Quadrat, und, nein, nicht Dreieck, sondern … das Herz. Ist das einfach? Einfach zu sein, oder besser gesagt, einfach zu werden, ist das Schwierigste. Einfachheit bedeutet Weglassen, Verdichtung, Destillation, Konzentration auf das Wesentliche. Pierre Mendell ist überzeugt davon, daß in den Bilderfluten unserer Welt eine einfache, direkte Formulierung die Botschaft am besten transportiert. Auf den ersten Blick – so nannte er ein Buch über sein Werk. Die Überzeugungskraft seiner Plakate hat sicher mit der Komposition zu tun: große Flächen, klare Umrisse, wenige Farben, ein Minimum an Text, konzentrierteste Typographie. Aber es ist noch mehr. Nämlich Witz, das Spiel mit der Fläche, mit der Fläche. Diese Plakate wenden sich nicht nur an die Augen, sondern auch an den Intellekt. Und dann gibt es noch die Leidenschaft und Poesie in vielen dieser Arbeiten. So sprechen sie – nicht zum mindesten – auch das Herz des Betrachters an. Großzügig, aber genau. Deutlich, aber nicht laut. Poetisch,
aber unsentimental. Scharfsinnig, aber mit Herz. Leidenschaftlich,
aber mit Verstand. Diese Balance hält der Equilibrist Pierre
Mendell mit Kraft und federnder Leichtigkeit. Florian Hufnagl
|
|
|
|