| Ausstellungsdauer: |
Freitag, 28. November 2008 bis Ende
Februar 2009 |
| Pressegespräch: |
Donnerstag, 27. November 2008, 11.00 Uhr |
| Eröffnung: |
Donnerstag, 27.
November, 17.00 Uhr
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| Veranstalter: |
Die Neue Sammlung München und Neues Museum Nürnberg |
| Ort: |
Neues Museum – Staatliches Museum
für Kunst und Design, Klarissenplatz, Nürnberg |
| Öffnungszeiten: |
Dienstag - Freitag: 10 - 20 Uhr
Samstag, Sonntag: 10 - 18 Uhr
Montags geschlossen |
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Paul Müller gehört international zu den profiliertesten
und ungewöhnlichsten Protagonisten seines Metiers, und dies
nicht zufälligerweise in Nürnberg mit seiner starken Tradition
im Silberschmiedebereich.
Er studierte in den achtziger Jahren bei Erhard Hößle
an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, eine der
wenigen verbliebenen Akademien mit einer Silberschmiedeklasse – vergleichbar
mit der Münchner Akademie der Bildenden Künste und ihrer
Klasse für Schmuck und Gerät, wobei der Schwerpunkt in
München bei Schmuck, in Nürnberg bei Gerät liegt.
In beiden Akademien besitzen die freie und die angewandte Kunst denselben
Stellenwert.
Silberschmiede der Hößle-Klasse gründeten 1985 die „Gruppe
Buntmetall“, die bis 1992 existierte und der sich auch Paul
Müller anschloß – mit dem programmatischen Ansatz,
sich nicht mehr alleine auf Silber oder Gold zu konzentrieren, sondern
auch andere Metalle gestalterisch einzusetzen, etwa Stahl, Kupfer,
Bronze oder Zinn. Ziel war und ist es für Müller bis heute,
modernes Gebrauchsgerät als Einzelstück oder in Kleinserie
zu fertigen und sich auf diese Weise der industriellen oder manufakturiellen
Serienproduktion entgegenzustellen.
Dinge, und sonst nichts? Dem Understatement von Paul Müller
kann man nur schwer beipflichten. Wer genau hinschaut, kann sich
in die Form- und Farbnuancen seiner Arbeiten versenken, feinste Strukturen
entdecken, mal grobe, dann zarte Oberflächen mit den Augen ablesen.
Am Anfang stehen Papier- und Holzmodelle, Schablonen, Skizzen und
Zeichnungen, sie sprechen von solider handwerklicher Ausbildung und
Fertigung. Zur Freude an der natürlichen Beschaffenheit der
Materialien gesellt sich die akzentuierende Farbigkeit seiner Modelle.
Eine ungewöhnliche, von Konventionen freie, schlackenlose Formensprache
geht Hand in Hand mit hoher Funktionalität und ausgefeilter
Technik. Nicht nur Leuchter, Kannen oder andere Gefäße
finden seine Aufmerksamkeit, sondern seine Lust an der Auseinandersetzung
mit ungewöhnlichen Gestaltungsaufgaben führt hin bis zu
Espressomaschinen. Einfallsreichtum und gestalterischer Purismus,
Ausdruckskraft und Strenge charakterisieren das Werk von Paul Müller,
das vielfach mit Auszeichnungen gewürdigt wurde.
Eine Kooperation des Neuen Museums in Nürnberg mit der Neuen
Sammlung – The International Design Museum Munich – in
Zusammenarbeit mit dem Künstler.
Vita
1956 geboren in Thannhausen, Schwaben
1972–1975 Goldschmiedelehre in Augsburg
1975–1976 Studium an der Fachoberschule für Gestaltung
in Augsburg
1978–1981 als Goldschmied in Augsburg tätig
1981–1988 Studium an der Akademie der Bildenden Künste
Nürnberg in der Gold- und Silberschmiedeklasse von Prof. Erhard
Hößle
1987 Ernennung zum Meisterschüler
Seit 1988 eigenes Atelier in Nürnberg
1988–1992 Mitglied der „gruppe buntmetall“
Seit 1990 verschiedene Lehraufträge
Preise und Auszeichnungen (Auswahl)
1975 Bundessieger im Leistungswettbewerb der Handwerksjugend
1984 Danner-Ehrenpreis
1987 Danner-Ehrenpreis
1988 1. Preis Wettbewerb zur Gestaltung einer Monstranz und eines
Weihrauchfasses mit Schiffchen für die Pfarrei St. Rita, München
(mit Sabine Steinhäusler)
1989 Auszeichnung im Ideenwettbewerb bei Design Plus, Internationale
Frankfurter Frühjahrsmesse, Frankfurt a. M.
1991 Gebhard-Fugel-Kunstpreis der Gesellschaft für christliche
Kunst, München (mit Gruppe Buntmetall)
1994 Bayerischer Staatsförderpreis für junge Künstler
1995 1. Preis Wettbewerb zur künstlerischen Ausgestaltung der
Kapelle im Pfarrgemeindezentrum Herz Jesu, Nürnberg
1998 Bayerischer Staatspreis, Internationale Handwerksmesse München
1999 1. Preis Wettbewerb zur Gestaltung einer Toranlage für
ein Büro- und Wohngebäude der Münchner Hypothekenbank,
München
2001 2. Preis Internationaler Ideenwettbewerb Granit im Öffentlichen
Raum, Aicha vorm Wald
| Weitere Informationen und Bildmaterial: |
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Dr. Corinna Rösner
Die Neue Sammlung
Tel +49 (0)89 / 27 27 25-0
Fax +49 (0)89 / 27 27 25-561
E-mail presse@die-neue-sammlung.de |
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Eva Martin
Neues Museum - Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg
Tel. +49(0) 911 / 240 20 41
Fax +49 (0) 911 /240 20 29
E-Mail martin@nmn.de
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