auf einen blick

China 18./19. Jahrhundert
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publikation: porzellan aus china - sammlung seltmann
Porzellan aus China
Die Sammlung Seltmann

Mit der Donation Maria Seltmann kam das Internationale Keramik-Museum 1994 als erstes seiner Art in den Besitz eigener Bestände. Dem Weidener Unternehmer Dr. h.c. Wilhelm Seltmann, selbst Besitzer mehrerer Porzellanfabriken, gelang es innerhalb nur zweier Jahrzehnte eine Sammlung chinesischen Porzellans vom 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert zusammenzutragen. Es dauerte nochmals über ein Viertel Jahrhundert bis seine Witwe anlässlich ihres 90. Geburtstags 1994 es ermöglichte, diese Sammlung erstmals der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In einer ersten Ausstellung sind seither weit über 100 erlesene Exponate aus der aus der Zeit der Qing-Perionde (1644-1912), der letzten chinesischen Kaiserdynastie, zu sehen.

Zur Sammlung Seltmann liegt ein aufwendig gestaltetes Katalogbuch vor. Es veranschaulicht alle Objekte in über 140 farbigen Abbildungen und informiert mit Beiträgen namhafter Fachleute allgemeinverständlich über das historische Umfeld und die technischen Bedingungen der Porzellanherstellung in China. Ein Beitrag Nora von Achenbachs widmet sich dem 19. und 20. Jahrhundert, einem bislang eher vernachlässigten Gebiet ostasiatischer Porzellangeschichte.
Heidelberg 1994. 162 S. 48,-DM

Abbildung:
Doppelkürbisvase, Yongzheng-Ära (1723-1735)
Hartporzellan, Unterglasur-Kobaltblau
Yongzheng-Siegelschriftmarke (unterglasurblau)
H. 31 cm, Ø max. 18 cm, Ø oben 6,4 cm
Die Vase wird von einem lückenlos dichten Ranken- und Blütendekor in äußerst feiner Zeichnung bedeckt.