Die Standorte

Drei Museen an drei Orten
Außenansicht Pinakothek der Moderne bei Tageslicht mit rotem Werbebanner von Die Neue Sammlung.
Foto: Archiv Die Neue Sammlung

München

Die Neue Sammlung hat ihren Standort seit 2002 in der Pinakothek der Moderne. Die Pinakothek der Moderne vereint vier Museen unter einem Dach. Die einzigartige Konstellation der Zusammenschau von Kunst, Graphik, Architektur sowie Design ermöglicht eine multidisziplinäre Programmatik.

Das Grundstück der Pinakothek der Moderne wird von der Gabelsberger-, Barer- und Türkenstraße sowie im Norden von Universitätsbauten entlang der Theresienstraße begrenzt. Ursprünglich befand sich auf diesem Gelände die ab 1823 erbaute Türkenkaserne, die zu großen Teilen im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Aus dieser Zeit zeugt noch das unter Denkmalschutz stehende Türkentor, ein Fragment des einstigen Hauptportals der Kasernenanlage für das I. und II. Königlich Bayerische Infanterie-Regiment. Danach wurde der unbebaute Platz fast 20 Jahre für die Auftritte des Zirkus Roncalli genutzt.

Ab 1990 entschloss sich die Bayerische Staatsregierung, das Gelände als Baugrund für Museen auszuweisen. Am Beginn der Planung eines Museums für die Künste des 20. und 21. Jhs. stand die Fragestellung nach den städtebaulichen Voraussetzungen und den räumlichen Bedürfnissen für jedes der vier unter einem Dach vereinten Museen. Der Münchner Architekt Stephan Braunfels fand auf diese Fragen überzeugende Antworten, denn unter 167 Bewerbern des ausgeschriebenen offenen Wettbewerbs gewann er 1992 den 1. Preis.

Das Areal liegt zwischen Alter und Neuer Pinakothek und der Innenstadt; es stellt daher ein Gelenk zwischen dem rechtwinklig angelegten Raster der Maxvorstadt und den unregelmäßigen Formen der Altstadt dar. Die zentrale Frage war für Braunfels demnach die Eingangssituation: „Wo ist der Haupteingang?“ Das Konzept sieht vor, sowohl eine baulich räumliche Anbindung zur Innenstadt als auch die Verbindung zur Alten Pinakothek herzustellen.

Außenansicht Neues Museum Nürnberg bei Tag: Klarissenplatz mit Backsteingebäude, links Glasfront des Museums, rechts weitere Gebäude und Sonnenschirme
Neues Museum Nürnberg.
Foto: Zoey Braun

Nürnberg

Mit dem Neuen Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design Nürnberg besteht seit der Eröffnung im April 2000 eine enge Kooperation.

Die Neue Sammlung mit ihren umfangreichen Beständen an Designobjekten präsentiert gemeinsam mit dem Neuen Museum Arbeiten und Objekte aus den Bereichen Kunst und Design in unmittelbarer Nachbarschaft und ermöglicht so einen intensiven Dialog zwischen den verschiedenen Sparten.

Diese Disziplinen übergreifende Verschränkung von Kunst und Design, die zum genuinen Auftrag des Nürnberger Museums gehört, stellt eine Besonderheit innerhalb der nationalen wie auch internationalen Museumslandschaft dar und zeichnet die gemeinsam erarbeiteten Ausstellungen und Präsentationen im Neuen Museum besonders aus.

Außenansicht Museum Weiden, Eingang: grau-weißes Gebäude aus dem Neo-Barock mit Bäumen davor
Internationales Keramikmuseum Weiden.
Foto: Erl Bach

Weiden

Als Zweigmuseum der Neuen Sammlung wurde das Internationale Keramik-Museum in Weiden im April 1990 eröffnet. Träger ist die Stadt Weiden in der Oberpfalz in Kooperation mit dem Freistaat Bayern.

Ausgangspunkt war der Gedanke, dass die reichen Keramikbestände der staatlichen Museen auch an anderen Orten Bayerns gezeigt werden sollten. Das von der Neuen Sammlung erarbeitete, völlig neuartige Konzept sieht nicht nur alternierende Ausstellungsbeiträge aller bayerischen Staatsmuseen mit Keramikbeständen vor, sondern auch Sonderausstellungen zu unterschiedlichen Themen.

Über zwei Geschosse, auf rund 1000 qm Ausstellungsfläche verteilt, sind außergewöhnliche und bedeutende Keramikobjekte aus acht Jahrtausenden sowie aus verschiedenen Ländern und Kontinenten zu sehen.