Veranstaltungszeitraum: 26.02.2026 – 29.03.2026

STAY

Textile Sitzobjekte
Ausstellungssansicht “Stay“, Die Neue Sammlung – The Design Museum
Foto: Die Neue Sammlung, Jasmin Minne

Stay
Sitz-Möbel aus Stoff



Der Titel von der Ausstellung im X-D-E-P-O-T von
Die Neue Sammlung ist: Stay.
Das spricht man so aus: Steij.
Stay ist Englisch und bedeutet hier: bleiben und sitzen.

Die Ausstellung zeigt Sitz-Möbel aus Stoff.
Sitzen ist etwas,
das wir jeden Tag machen.
Die Sitz-Möbel bestimmen dabei die Körper-Haltung.
Wie wir sitzen und worauf wir sitzen,
das hat aber auch etwas mit unserer Kultur zu tun.

Sitz-Möbel können Räume in unterschiedliche Bereiche aufteilen.
Sie laden zum gemütlichen Sitzen ein oder
sie schaffen Trennung und Abstand.

Die Ausstellung zeigt Entwürfe von Studierenden an
der Kunst-Hochschule in der Stadt Kassel.
Die Studierenden lernen dort das Design mit Textilien bei
ihrer Professorin Ayzit Bostan.
Sie ist eine Designerin und Künstlerin aus München.
Im Jahr 2023 hat sie den Design-Preis von
der Stadt München bekommen.

Stoffe als Materialien für Sitz-Möbel sind besonders,
weil sie sehr unterschiedliche Wirkungen haben können:
– Sie passen sich an den Körper und
an die Bewegungen beim Sitzen an.
– Sie können einen Einfluss auf die Stimmung von
den Menschen haben.
– Sie lassen Menschen nahe zusammen sein oder
halten sie auf Abstand.

– Man kann sich in den Stoffen wohl-fühlen,
wenn man bequem sitzt.

Man kann sich in ihnen aber auch unwohl fühlen.
– Die Stoffe wirken auf den Raum auch
durch ihr Aussehen.

Die Studierenden haben sich deshalb
mit alten und mit neuen Sitz-Möbeln beschäftigt.
Diese Möbel sind aus der Sammlung vom Museum.
Diese Möbel sind nicht unbedingt Vorbilder,
aber sie geben den Studierenden Ideen für neue Entwürfe.

Die Studierenden haben sich gefragt:
– Hat das Material einen Einfluss auf den Körper?
– Hat es einen Einfluss auf das Sitzen,
wie die Möbel gebaut sind?
– Haben die Ober-Flächen oder die Herstellung von den Stoffen
einen Einfluss auf das Sitzen?
– Wie wirken die Sitz-Möbel auf die Räume?
– Kann man vielleicht sogar neue Arten vom Sitzen finden?

Die Studierenden haben Experimente gemacht und
sie haben Sitz-Möbel für Test-Zwecke gebaut.
Diese Sitz-Möbel sind zum Beispiel aus Filz, Leder und Metall.

Die Ausstellung zeigt:
So entwickeln junge Designer*innen ihre Ideen für
die Gestaltung.
Man erkennt:
Sitzen bedeutet viel mehr als nur
das einfache Hinsetzen und Ausruhen.
 
Die Neue Sammlung – The Design Museum arbeitet oft
mit Hochschulen zusammen.
Sie möchte die Studierenden unterstützen,
damit sie neue Themen für ihre Arbeit finden.
Die Neue Sammlung wählt dabei Themen aus,
die in der Gesellschaft gerade wichtig sind.
Sie zeigt die Ergebnisse dann
in einer Ausstellung im Museum.

Entwürfe und Prototypen

Der Audio-Walk durch die Ausstellung

MIKADO

Sessel mit Rahmen aus Edelstahlrohren der von Stahlseilen gehalten wird. Die Sitzfläche ist Netz aus Kunststoff.
Matilda Elisabeth Grams. MIKADO, 2026. Material: Edelstahl, Polyamid.
Foto: Fabian Frinzel

Der Sessel mit dem Namen MIKADO ist einfach gebaut.

Sein Gestell ist aus 5 Edel-Stahl-Rohren und
aus Draht-Seilen.
Die Bauweise macht den Sessel besonders:
Die Rohre sind nur durch Spann-Seile
miteinander verbunden.
Die Sitz-Fläche ist ein Netz aus Kunst-Stoff-Seilen.

Wenn man sich auf den Sessel setzt,
dann entsteht ein Druck auf die Seile und auf die Rohre.
Dabei spannen sich die Seile und
die Rohre rücken enger zusammen.
Spannung und Druck wirken also gleichzeitig und
so wird die Sitz-Fläche stabil.
Man nennt diese Bauweise: Tensegrity-Struktur.
Tensegrity ist Englisch und bedeutet ungefähr:
Festigkeit durch Spannung.

MIKADO wirkt leicht, sehr einfach und luftig,
weil er so wenig Material braucht.
Man kann den Sessel auch flach zusammen-klappen.
So kann man ihn gut tragen.

TRANSIT

Aus verschiedenfarbigen Taschen mit Tragegriffen zusammengesetztes Sofa.
Silas Vogler. TRANSIT, 2026. Schaumstoff-Polster (PU Schaum), verschiedene textile Bezüge.
Foto: Fabian Frinzel

TRANSIT ist ein Sitz-Möbel aus unterschiedlichen Teilen.

Transit bedeutet: Durchreise oder Durchfahrt.
Die Teile schauen aus wie Reise-Gepäck: Koffer und Kisten.

Wie auf einer Reise kann man zum Beispiel:
auf einem Koffer sitzen und sich darauf ausruhen.
Bei TRANSIT kann man die einzelnen Teile
unterschiedlich zusammen-setzen.

Das Sitz-Möbel ist wie eine Geschichte,

die von einer Reise von einem Ort zu einem anderen erzählt.
Dabei müssen sich Körper und Koffer bewegen.
Es gibt aber auch immer wieder Zeiten mit Ruhe,

wenn man auf den abgestellten Koffern sitzt.

SECOND JUMP

Hocker mit hell bezogener Sitzfläche mit rot lackiertem Fuß in Form einer Stahlfeder.
Felix Leiffer. SECOND JUMP, 2026. Material: Stahlfeder, süddeutsche Merinowolle, Holz, Schaumstoff.
Foto: Fabian Frinzel


SECOND JUMP ist ein Hocker aus einer kleinen Möbel-Serie.
Man spricht den Namen so aus: Säkend Dschamp.
Das ist Englisch und bedeutet: zweiter Sprung.

Bei diesem Hocker verwendet man alte Materialien.

Das ist gut für die Umwelt,

weil man keine neuen Materialien herstellen muss.

Ungewöhnliche Dinge kommen hier zusammen:
eine Feder von einem Spielplatz-Gerät und
Wolle von Schafen.

Diese Wolle ist oft Abfall.
Man kann sie aber filzen und so
entsteht eine warme und weiche Sitz-Fläche.

Die Feder macht den Hocker beweglich.
Wenn man darauf sitzt,
kann man leicht hin und her schwingen.

Der Hocker ist trotzdem stabil.

FARFALLA

Blaues Sitzkissen das in der Mitte von einer Spange aus Metall gehalten wird.
Helena Bals. FARFALLA, 2026. Material: 100% Ocean Bound Polyester, BioFoam Perlen, Edelstahl.
Foto: Fabian Frinzel

FARFALLA ist ein Sitz-Kissen mit 2 kleinen Tischen.

Farfalla ist Italienisch und bedeutet: Schmetterling.
Das Kissen schaut aus wie
die Nudel mit diesem Namen.

In der Mitte vom Kissen ist ein flach-gedrückter Metall-Ring,

der nicht geschlossen ist.
Er schaut aus wie ein großer und breiter Arm-Reif.
So wird aus einem Schmuck-Stück ein
Bestand-Teil von einem Kissen.

Der Metall-Ring drückt das Kissen zusammen.
Auf den flachen Enden vom Metall-Ring
kann man etwas abstellen.
Man kann den Metall-Ring verschieben.
Dann ändert sich die Form vom Kissen.

Man kann Farfalla allein oder
mit einer anderen Person benützen.
Das Kissen kann man auch
an verschiedene Plätze in einem Raum legen.

PÄRLE

Sitzmöbel aus mehren kissenförmigen in silber, blau und orangfarbigen Elementen.
Zoë Debik. PÄRLE, 2026. Material: Ripstop, Baumwollgewebe, EPS Perlen, Drahtseil.
Foto: Fabian Frinzel

PÄRLE ist ein Sitz-Möbel aus Polstern.

Es schaut wie eine Perlen-Kette aus:

6 einzelne Polster sind auf
einem Metall-Seil aufgefädelt.
Sie haben unterschiedliche Größen.

Die Polster können sich an den Körper anpassen.
Es ist nicht starr.
Wenn man darauf sitzt,
bewegt sich das Sitz-Möbel.
Deswegen schaut PÄRLE wie lebendig aus.

LAMETTA

Hocker mit nach unten gewölbter grauer Sitzfläche und zwei Füßen mit rosa Fransen.
Indira Marukić. LAMETTA, 2026. Material: Lammnappa, Holz, PLA.
Foto: Fabian Frinzel

Der Hocker mit dem Namen LAMETTA zeigt Formen und

Verzierungen aus der Zeit von den alten Römern.
Er hat auch eine ähnliche Form wie die Stühle
aus der damaligen Zeit vor 2.000 Jahren.
Sie hatten oft ein geschwungene Sitz-Fläche.

Die 4 Stuhl-Beine sind unter Leder-Fransen versteckt.
Helme von römischen Soldaten waren dafür die Vorbilder.
Diese Helme waren mit Pferde-Haar geschmückt.
Die Fransen bewegen sich,

wenn Luft leicht durch-bläst.
Sie passen gut zur Sitz-Fläche,

die ganz leicht wirkt.

Man kann LAMETTA als Hocker oder
als Kleider-Ständer benutzen.
Seine Gestaltung erinnert damit an
die Wohn-Kultur von den alten Römern.

OVERRED

Rotes Sitzkissen aus Wolle und Wollfilz.
Carolina Moisei. OVERRED, 2026. Material: Eigengut® 100 % Wolle, Wollfilz.
Foto: Fabian Frinzel

OVERRED ist ein Sitz-Kissen aus Stoff.

Den Namen spricht man so aus: OUFA-RED.

Das ist Englisch und bedeutet ungefähr: mehr als rot.

OVERRED ist das Ergebnis von einem Experiment,

bei dem 2 Formen verschmelzen:

ein Kreis und ein flach gedrückter Würfel.

Es ist nicht sofort klar,
wie man dieses Kissen verwenden soll.
Man muss ausprobieren:
Wie reagiert der Körper, 
wenn man auf dem OVERRED sitzt?
Welchen Einfluss haben dabei
die Größe, das Material und die Kanten?
Erst wenn man auf dem Kissen sitzt,

ist sein Nutzen klar.

Sitzmöbel aus mehren kissenförmigen in silber, blau und orangfarbigen Elementen.
Linjun Zeng. Dé, 2026. 100% Wolle, Polypropylen. Hersteller: Linjun Zeng.
Foto: Fabian Frinzel

ist ein Stoff aus Wolle für einen Stuhl.

Dieser Stoff ist um einen Stuhl gelegt.
Das nennt man: drapieren.

Dé ist die Abkürzung für das französische Wort dafür.

Der Stoff ist so groß,
dass man den Stuhl gar nicht mehr sieht.
Man erkennt aber ungefähr seine Form.

Der Stoff macht den Stuhl weich und warm.

Man mag ihn gerne berühren.

Der Stuhl ist durch den Stoff auch schwer und

er hat eine bessere Wirkung.

DÉ verbindet Handwerk und Design.
Man kann den Stuhl in großer Zahl herstellen,

aber durch den Stoff ist er immer einzig-artig.

Der Stoff hüllt den Stuhl ganz ein
und
schützt ihn damit.

OPORA

Sessel mit Gestell aus runden Metallrohren und kreisförmiger Sitzfläche mit einem grünen Wollsitzkissen.
Tatjana Kovbasa. OPORA, 2026. Material: Wolle, Edelstahl, Schaumstoff.
Foto: Fabian Frinzel

Der Hocker mit dem Namen OPORA schaut ähnlich aus
wie das Gestell vom Heiß-Wasser-Kessel Nr. 60h.

Das war ein Gerät von der deutschen Firma AEG.

Man spricht die Buchstaben einzeln: A-E-G.

AEG hat Elektro-Geräte für den Haushalt und
für die Industrie gemacht.

Der Hocker verbindet ein altes Industrie-Gerät mit
moderner Gestaltung.
Auf dem Gestell aus Edel-Stahl ist
die Sitz-Fläche aus Stoff.

Auch die Griffe sind aus diesem Metall.

Die Bauweise und die Nutzung gehören hier zusammen.
Die Linien von der Form vom OPORA sind einfach und
sehen industriell aus.


L1 LOUNGE CHAIR

Tim Felix Kostka. L1 Lounge Chair, 2026. Material: Edelstahl und Nylon Gurtband, handgeflochten. Hersteller: Tim Felix Kostka. Kunsthochschule Kassel, DE
Tim Felix Kostka. L1 Lounge Chair, 2026. Material: Edelstahl und Nylon Gurtband, handgeflochten.
Foto: Fabian Frinzel

Der L1 LOUNGE CHAIR ist ein Stuhl.

Lounge Chair spricht man so aus: Launtsch Tschär.

Das ist Englisch und bedeutet:
Gemütlicher Stuhl für eine Hotel-Halle.
Beim L1 LOUNGE CHAIR wollte man
Gewicht und Leichtigkeit zusammen-bringen.

Und das schwere Material sollte sich mit
einer schönen Form verbinden.

Die Teile vom Stuhl sind ganz genau verbunden.
Er braucht nur so wenig Material, 

wie es wirklich notwendig ist.
Deswegen ist dieses Sitz-Möbel nachhaltig.

Das bedeutet: Es hält lange und schont die Umwelt.

Die Sitz-Fläche aus Stoff kann man aus-tauschen.

Dadurch hat der L1 LOUNGE CHAIR immer wieder
andere Farben und andere Arten von Stoffen.

Man kann ihn damit auch für
unterschiedliche Gelegenheiten anders gestalten.

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Wo?

Öffnungszeiten:

  • Täglich 10:00 – 18:00

  • Montags geschlossen

  • Donnerstags 10:00 – 20:00

Fragen & Antworten

  • Kuratiert von:

    Polina Gedova, Angelika Nollert

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