Veranstaltungszeitraum: Demnächst

Neue Afrikanische Keramik IV

Sammlung Herzog Franz von Bayern Frederick Ebenezer Okai, Installation „Butterfly I“, 2022/2025

Über die Ausstellung

Frederick Ebenezer Okai, Installation „Butterfly I“, 2022/2025

Der 1986 in Ghana geborene Künstler gehört zu einer aufstrebenden Generation, deren kreatives Potenzial die zeitgenössische afrikanische Kunst in besonderer Weise prägt und bereichert.

Mit seiner Installation „Butterfly I“ thematisiert Okai die komplexen Prozesse von Transformation, Identität und kultureller Erinnerung. Der Schmetterling fungiert dabei als universelles Symbol des Wandels: Aus einer gebundenen Existenz entsteht ein Wesen, das für Bewegung, Freiheit und Selbstentfaltung steht. Diese Verwandlung erscheint jedoch nicht als abrupter Bruch, sondern als Ergebnis eines längeren Entwicklungsprozesses, der Geduld, Anpassungsfähigkeit und innere Stärke voraussetzt.
Im Kontext der zeitgenössischen afrikanischen Kunst lässt sich das Werk als Reflexion über eine Identität verstehen, die sich zwischen Tradition und Gegenwart, lokaler Verwurzelung und globaler Vernetzung herausbildet. Der Schmetterling verweist somit nicht nur auf persönliche Veränderung, sondern auch auf kulturelle Weiterentwicklung. Seine Flügel symbolisieren zugleich Leichtigkeit und Verletzlichkeit; Schönheit und Vergänglichkeit werden miteinander verbunden. Gerade diese Ambivalenz macht das Motiv besonders aussagekräftig: Freiheit ist nicht selbstverständlich, sondern stets auch gefährdet und muss bewahrt werden.
Okai verbindet ein unmittelbar verständliches Naturmotiv mit Fragen nach Selbstwerdung, kultureller Zugehörigkeit und der Offenheit menschlicher Identität. Das Werk lädt dazu ein, Veränderung nicht als Bedrohung, sondern als Chance für Wachstum und neue Perspektiven zu begreifen

Dank an Herzog Franz von Bayern für diese Leihgaben sowie für die großzügige Unterstützung und Förderung der Neuen Sammlung – The Design Museum.

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Installationsansicht. Schwarze und braune Röhren, die hinter- und nebeneinander aufgestellt sind. Sie sind aus Ton und es sind Muster reingeschnitzt.
Ashraf Hanna, Shararah, Installation, 2020/21.
Foto: Die Neue Sammlung (K. Mewes)

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Andile Dyalvane, iYuku, 2022; Zizipho Poswa, Amancanca, Xhosa, 2022; Madoda Fani, Akahluwa, 2022 © Andile Dyalvane, Madoda Fani, Zizipho Poswa.
Foto: Die Neue Sammlung (Jasmin Minne)

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Keramikobjekte von einem Künstler aus Afrika auf einem Podest im Eingangsbereich der Neuen Sammlung
Eugene Ofori Agyei, Installation “Bond”, 2021
Foto: Die Neue Sammlung (Jasmin Minne)

Fragen & Antworten

  • Kuratiert von:

    Josef Straßer